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Hutformen im Überblick

Krone, Krempe, Material: So unterscheidest du die 16 wichtigsten Hüte und erkennst, welche Form zu deinem Gesicht passt.

Finde, was mir am besten steht

Jeder Hut besteht aus zwei Teilen: der Krone, die den Kopf bedeckt und die Hutmacher auch Hutkopf nennen, und der Krempe, die rundherum absteht. Bei Caps und Mützen tritt an die Stelle der Krempe ein Schirm, der nur nach vorne zeigt. Wie hoch die Krone ist, wie sie eingedrückt wird und wie breit die Krempe ausfällt, macht aus demselben Stück Filz einen Fedora, einen Trilby oder einen Porkpie-Hut.

Gleich unten liest du, woran du Hutformen auseinanderhältst, welche bei Herren und welche bei Damen üblich sind und welche Form zu welcher Gesichtsform passt. Danach folgen alle 16 Hüte unserer Galerie mit Foto, jeder mit dem, was ihn von seinen Nachbarn unterscheidet, und mit einem Knopf, über den du ihn an deinem eigenen Foto anprobierst.

Keine Lust, selbst zu vergleichen? Lade oben ein Selfie hoch, und wir suchen aus den 16 Formen deinen besten Hut heraus. Deine Gesichtsform zeigen wir dir sofort, den Hut selbst siehst du an dir, sobald du Credits gekauft hast.

Woran du Hutformen erkennst: Krone, Krempe, Material

Die Krone gibt einem Hut seine Höhe und seinen Charakter. Sie kann in der Mitte eingekniffen und vorne zusammengedrückt sein wie beim Fedora, flach mit einer runden Rinne im Deckel wie beim Porkpie-Hut, hart zur Kuppel geformt wie bei der Melone oder ganz weich, sodass sie sich dem Kopf anpasst wie bei Beanie und Baskenmütze. Je höher die Krone, desto länger wirkt das Gesicht darunter.

Bei der Krempe zählen Breite und Haltung. Unter etwa 5 cm sprechen Hutmacher von einer schmalen Krempe, zwischen 5 und 7,5 cm von einer mittleren, darüber von einer breiten. Ebenso wichtig ist, wie sie steht: vorne abgesenkt wie beim Fedora, an den Seiten hochgerollt wie bei Melone und Cowboyhut oder rundherum flach wie bei der Kreissäge.

Das Material bestimmt Jahreszeit und Anlass. Woll- und Haarfilz trägst du von Herbst bis Frühjahr, Stroh im Sommer, Baumwolle und Canvas im Alltag, Strick bei Kälte und Tweed auf dem Land. Filz- und Strohhüte werden in genauen Zentimetergrößen verkauft, während Strick und dehnbare Stoffe mehrere Größen abdecken.

Hutformen für Herren

Die klassischen Herrenhüte sind Filzhüte mit Krempe. Der Fedora mit eingekniffener Krone und mittlerer Krempe ist der vielseitigste, der Trilby mit seiner kurzen, schräg gestellten Krempe der kompaktere, der Porkpie-Hut mit flacher Krone der grafischste. Die Melone ist heute ein Hut für besondere Anlässe. Alle vier gehören zu Mantel und Sakko, und im Sommer übernehmen Panamahut und Kreissäge aus Stroh ihre Rolle.

Im Alltag tragen Männer vor allem Mützen: die flache Schiebermütze aus Tweed, die vollere Ballonmütze, die Basecap und die Trucker Cap mit Netzrücken, im Winter die Beanie. Für den ersten Hut mit Krempe ist ein Fedora die sichere Wahl, weil er zu den meisten Gesichtsformen passt.

Hutformen für Damen

Drei Formen tragen vor allem Frauen. Der Glockenhut liegt eng an und wird tief in die Stirn gezogen, so wie ihn Frauen in den Zwanzigerjahren über dem Bubikopf trugen. Der Schlapphut mit seiner weichen, breiten Krempe ist der Hut für Strand und Sommerurlaub, und die Baskenmütze sitzt schräg und lässig auf dem Kopf. Daneben tragen Damen alle Formen, die als unisex gelten, vom Fedora über den Panamahut bis zu Fischerhut, Beanie und Basecap.

Bei Damenhüten spielt die Frisur eine größere Rolle. Ein Glockenhut braucht kurzes Haar oder einen tiefen Knoten, weil er fast den ganzen Kopf bedeckt, während sich ein hoher Dutt mit einer seitlich getragenen Baskenmütze verträgt, die ihm Platz lässt. Offene lange Haare passen zu Hüten, die auf dem Haar aufliegen, etwa Fedora, Panamahut oder Schlapphut.

Welche Hutform passt zu welcher Gesichtsform?

Ein Hut soll dein Gesicht ausgleichen, nicht wiederholen. Einem runden Gesicht geben Fedora, Trilby, Panamahut oder eine feste Basecap mit hoher Front die Höhe und die Kanten, die ihm fehlen, während Melone und tief gezogene Beanie die Rundung nur verdoppeln. Ein eckiges Gesicht wird durch weiche Formen milder, etwa durch Glockenhut, Schlapphut, Baskenmütze, Fischerhut oder die runde Melone; die flache Kreissäge betont das kantige Kinn dagegen eher.

Ein langes Gesicht braucht Breite statt Höhe. Schlapphut, Kreissäge, Schiebermütze, Ballonmütze und Porkpie-Hut, tief getragen, verkürzen es, ein hoher Cowboyhut oder eine Trucker Cap strecken es weiter. Ein herzförmiges Gesicht verträgt anliegende Formen mit wenig Volumen oben, wie Glockenhut, Baskenmütze, Schiebermütze oder einen Panamahut mit mittlerer Krempe. Bei einem rautenförmigen Gesicht sollte die Krempe mindestens so breit sein wie die Wangenknochen, was Fedora, Panamahut, Kreissäge und Schlapphut leisten, ein kurzer Trilby dagegen nicht. Ein ovales Gesicht trägt fast jede Form.

Alle 16 Hutformen im Einzelnen

Jede Form mit Krone, Krempe und Material und mit dem, wer sie trägt. Mit „An mir ausprobieren“ siehst du sie an deinem eigenen Foto.

Basecap

Basecap

Sechs Stoffsegmente laufen oben in einem Knopf zusammen, vorne sitzt ein gebogener Schirm. Bei der festen Variante hält eine verstärkte Front die Krone aufrecht, die weiche legt sich flach an den Kopf. Die Alltagsmütze für Herren und Damen gibt es mit festem Umfang oder verstellbar mit Snapback- oder Riemenverschluss.

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Fischerhut

Fischerhut

Eine weiche, runde Krone und eine kurze Krempe, die rundherum schräg nach unten fällt, meist aus Baumwolle, Canvas oder Jeansstoff. Ursprünglich ein Regenhut für Fischer, lässt er sich bis heute flach zusammenfalten. Eckigen und langen Gesichtern steht er gut, ein rundes wiederholt er leicht.

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Beanie

Beanie

Eine Strickmütze ohne Krempe, klassisch in Rippenstrick mit Umschlag, die knapp über den Augenbrauen sitzt und die Ohren bedeckt. Weil Strick sich dehnt, passt eine Größe den meisten Köpfen. Tief gezogen verkürzt sie ein langes Gesicht, auf einem runden braucht sie etwas Höhe.

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Fedora

Fedora

Ein weicher Filzhut mit tropfenförmig eingekniffener Krone, dunklem Ripsband und mittlerer Krempe, die vorne nach unten gebogen wird. Er ist der Maßstab, an dem man die anderen Filzhüte misst, und steht runden wie rautenförmigen Gesichtern. Herren und Damen tragen ihn zu Mantel, Sakko oder Strick.

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Cowboyhut

Cowboyhut

Eine hohe Krone mit Mittelkniff im Cattleman-Stil und eine breite Krempe, die an beiden Seiten hochgebogen ist, hier aus hellbraunem Filz mit schmalem Lederband. Im Sommer gibt es ihn auch aus Stroh. Er verändert die ganze Silhouette und braucht deshalb Statur; ein langes Gesicht streckt er zusätzlich.

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Trucker Cap

Trucker Cap

Die Schwester der Basecap, mit hoher Front aus Schaumstoff, Netzeinsätzen hinten und einem flachen bis leicht gebogenen Schirm. Sie begann als Werbegeschenk amerikanischer Futtermittel- und Landhändler, deshalb ist die Front bis heute für ein Logo gemacht. Einem runden Gesicht gibt sie Höhe, einem langen ist sie zu viel.

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Panamahut

Panamahut

Ein leichter Hut aus fein geflochtenem Naturstroh, mit eingekniffener Krone, mittlerer Krempe und schwarzem Band. Trotz seines Namens wird er in Ecuador aus dem Stroh der Toquilla-Palme von Hand geflochten, und je feiner das Geflecht, desto leichter und teurer der Hut. Der Sommerhut für Herren und Damen.

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Trilby

Trilby

Ein Filzhut mit eingedrückter Krone und einer kurzen, scharf gestellten Krempe, vorne nach unten und hinten nach oben. Er wird etwas weiter hinten auf dem Kopf und leicht schräg getragen. Zu einem kleinen Kopf und einer schmalen Statur passt er besser als der verwandte Fedora.

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Ballonmütze

Ballonmütze

Acht Segmente laufen oben in einem Knopf zusammen und ergeben eine volle, runde Krone über einem kurzen, festen Schirm, meist aus Wolltweed. Sie ist voluminöser als die Schiebermütze und gleicht dadurch ein langes Gesicht oder eine breite Stirn aus. Ein Herrenklassiker zu Strick und Wollmantel.

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Schiebermütze

Schiebermütze

Eine flache, eng anliegende Mütze aus Wolltweed, deren Krone nach vorne über einen kleinen, festen Schirm gezogen ist. Weil sie so knapp sitzt, zeigt sie Kopf- und Gesichtsform deutlicher als fast jeder andere Hut. Auf dem Land und im Smart-Casual-Look tragen Herren sie seit Generationen.

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Porkpie-Hut

Porkpie-Hut

Ein Filzhut mit niedriger, flacher Krone, in deren Deckel eine runde Rinne eingedrückt ist, und einer kurzen, hochgeschlagenen Krempe. Wo der Fedora vorne spitz zuläuft, bleibt der Porkpie flach und grafisch. Berühmt wurde er durch Jazzmusiker der Vierzigerjahre und später durch Ska und die Mods.

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Melone

Melone

Ein harter, schwarzer Filzhut mit runder Kuppel und kurzer, an den Seiten hochgerollter Krempe, benannt nach der Form einer halben Melone. Weil steifer Filz nicht nachgibt, kaufst du sie in genau deiner Größe. Einem eckigen Kinn nimmt ihre Rundung die Härte, ein rundes Gesicht wirkt darunter noch runder.

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Kreissäge

Kreissäge

Ein steifer Strohhut mit flachem Deckel, geraden Seiten, flacher Krempe und gestreiftem Band. Seinen deutschen Namen hat er von der Form, die an ein Kreissägeblatt erinnert. Er ist der förmlichste Strohhut, passt zu Leinensakko und Gartenfest und gibt einem langen Gesicht Breite statt Höhe.

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Baskenmütze

Baskenmütze

Eine weiche, runde Mütze aus Wollfilz mit flachem Deckel und ohne Schirm, leicht schräg getragen. Ihre Form gibst du ihr jedes Mal selbst, indem du den Deckel zur Seite, nach hinten oder nach vorne ziehst. Gerade und flach aufgesetzt wirkt sie unfertig, schräg getragen steht sie eckigen und herzförmigen Gesichtern.

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Glockenhut

Glockenhut

Ein eng anliegender Filzhut in Glockenform mit schmaler, nach unten gebogener Krempe und Hutband, tief über der Stirn getragen. Er war der Hut der Zwanzigerjahre und rahmt das Gesicht so eng wie kein anderer. Er sitzt am schönsten über kurzem Haar oder einem tiefen Knoten.

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Schlapphut

Schlapphut

Ein weicher Strohhut mit niedriger Krone, schwarzem Band und einer sehr breiten Krempe, die sanft nach unten fällt. Er beschattet Gesicht, Nacken und Schultern und ist deshalb der Strandhut schlechthin. Je breiter die Krempe, desto mehr Statur braucht er, und desto besser gleicht er ein langes oder eckiges Gesicht aus.

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Schritt 1 / 2

Mach ein Selfie von vorne

Schau gerade in die Kamera, der ganze Kopf im Bild, die Haare wie sonst auch, ohne Hut. Gleichmäßiges Licht ist ideal.

🙂

Deine Fotos werden sicher verarbeitet und bleiben in deiner privaten Hut-Suite, bis du sie löschst. Wir geben sie nie weiter und nutzen sie nie zum Training.

So findest du die Hutform, die zu dir passt

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    Anlass klären

    Überleg zuerst, wozu du den Hut tragen willst. Filzhüte gehören zu Mantel und Sakko, Strohhüte zu Leinen und Baumwolle im Sommer, Mützen und weiche Hüte zur Alltagskleidung, die du schon im Schrank hast.

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    Gesichtsform bestimmen

    Schau, ob dein Gesicht rund, eckig, lang, herzförmig, rautenförmig oder oval ist, und wähl eine Form, die es ausgleicht. Wenn du unsicher bist, mach oben ein Selfie, dann zeigen wir dir deine Gesichtsform sofort.

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    Auf das Verhältnis achten

    Stimm die Krempe auf deine Schultern ab und die Krone auf deinen Kopf: Eine schmale Krempe geht auf einem großen Kopf unter, eine sehr breite erdrückt einen kleinen.

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    An dir vergleichen

    Probier zwei oder drei Formen an deinem eigenen Foto an und vergleich sie nebeneinander, bevor du Geld für einen Hut ausgibst.

Häufige Fragen

Welche Hutformen gibt es?

Eine feste Zahl gibt es nicht, denn Hutmacher kennen Dutzende Kronen, Krempen und regionale Formen. Die meisten Hüte, die dir im Laden begegnen, sind Abwandlungen der 16 Formen auf dieser Seite: Caps und Mützen, Filzhüte mit Krempe, Strohhüte, breite Krempen und weiche Hüte.

Was ist der Unterschied zwischen Fedora und Trilby?

Krempe und Krone. Der Fedora hat eine Krempe von etwa 6 cm, die gerade oder vorne abgesenkt getragen wird, und eine höhere Krone. Beim Trilby ist die Krempe kürzer, vorne nach unten und hinten nach oben gestellt, und die Krone niedriger.

Was unterscheidet Schiebermütze und Ballonmütze?

Die Schiebermütze ist flach geschnitten und liegt knapp am Kopf. Die Ballonmütze wird aus acht Segmenten genäht, die oben in einem Knopf zusammenlaufen, und fällt dadurch voller und runder aus.

Warum heißt die Kreissäge Kreissäge?

Wegen ihrer Form: Der flache, runde Deckel und die gerade, steife Krempe aus geflochtenem Stroh erinnern an ein Sägeblatt. International heißt sie Boater, nach den Ruderern, die sie Ende des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen.

Welche Hutform steht fast jedem?

Ein Fedora mit mittlerer Krempe und mäßig hoher Krone sowie eine klassische Basecap sitzen auf den meisten Gesichtsformen gut. Mehr Sorgfalt verlangen die Extreme: Sehr hohe Kronen und sehr kurze oder sehr breite Krempen hängen von Gesicht und Statur ab.

Welche Hüte sind unisex?

Die meisten. Caps, Beanies, Fischerhüte, Fedoras, Panamahüte und Baskenmützen tragen alle. Aus Tradition, nicht nach einer Regel, gelten Glockenhut und Schlapphut eher als Damenhüte, Melone und Schiebermütze eher als Herrenhüte.

Welche Hutformen eignen sich für den Sommer?

Strohhüte, weil sie Luft durchlassen: Panamahut, Kreissäge und die Strohvarianten von Cowboyhut und Fedora. Gegen Sonne auf Nacken und Schultern hilft ein Schlapphut oder ein tiefer Fischerhut mehr als jede Cap.

Kann ich sehen, welche Hutform mir steht?

Ja. Mach oben ein Selfie, dann siehst du deine Gesichtsform sofort und kannst jeden der 16 Hüte an deinem Foto anprobieren; der erste Look mit einem Hut deiner Wahl ist mit einem kostenlosen Konto gratis. Welcher Hut dir am besten steht, zeigen wir dir an deinem Foto, sobald du Credits gekauft hast.